Pro Bar­geld Kund­gebung floppt

Zur Kundgebung der rechten Ini­tia­tive Pro Bar­geld kamen am 25. August nur 20-30 Personen zur4 Hauptwache. Der flücht­­lings­­feind­­lic­­he Ini­tia­tor Thors­­ten (Sil­ber­jun­ge) Schul­te deu­tete die Ver­an­stal­tung da­rauf­hin zu ei­nem er­wei­ter­ten Info-Stand um und stell­te sein Pro­jekt in Rede­bei­trä­gen als par­tei­über­grei­fend dar.
Foto @Antifa666Ffm
Nein zur bargeldlosen Gesellschaft FR vom 29.8.2016
Angst um das Bargeld FR vom 23.8. 2016

Neuer Anlauf am 22. Oktober?

Ein größere Kundgebung will die Initiative nun am am 22. Oktober um 14:00 Uhr an der Haupt­wache organisieren. Reden sollen neben Schulte selbst wieder Joac­him Star­batty und Dag­mar Metz­ger (bei­de ALFA). Außerdem sprechen soll der Anlageberater Gottfried Heller. Heller zählt zu dern radikalliberalen Gegnern des Wohlfahrtsstaats. Er hat sich auch durch massive Kritik an der Aufnahme von Flüchtlingen profiliert. So sprach er von einem Flüchtlingsstrom, ja absolutem Dammbruch. Um die Kosten dafür zu tragen seien  Steuerhöhungen oder Sozialkürzungen oder beides nötig.

Ca. 200 bei rechter Pro Bar­geld Kund­ge­bung in Frank­furt am 14. Mai 2016

Die Identitäre Bewegung

Die Identitäre Bewegung soll nun vom Bundes-VS beo­bach­tet wer­den. (Telepolis, TAZ) Wie @Hanning_Voigts schreibt, dür­fen sich die Iden­titä­ren also ab sofort auf V-Mann-Ge­häl­ter freuen.

Die Identitären sind völ­kisch-natio­nalis­tisch und ver­suc­hen ihrem Ras­sis­mus ein hip­pes Out­fit zu ver­pas­sen. Be­reits 2012 wolL­ten einige Iden­ti­täre auf der Zeil Multi­Kulti weg­bassen. In den letz­ten Wochen mach­ten sie durch Spray- und Kreide­paro­len auf dem Wand­bild des Flücht­lings­jun­gen Aylan, an der Ge­denk­stät­te für die Depor­tier­ten an der ehe­mali­gen Groß­markt­halle sowie in der Innenstadt auf sich aufmerksam.

Identitäre Bewegung: Aus den sozialen Netzwerken auf die Straße Netz gegen Nazis 
Identitär im Blindflug Volker Weiss (jungle world)
Jung und ziemlich rechts - Die "Identitäre Bewegung" titel, thesen, temperamente
Revolution in neuem Gewand Andreas Speit (2014)
Gegen alles, was anders ist df

NSU

Der NSU-Prozess geht nach 3 1/4 Jahren und 305 Ver­hand­lungs­tagen in die Som­mer­pause. Der Tages­spie­gel hat dazu eine um­fas­sende Chro­nik und die Zeit einen kurzen Über­blick zur Beweis­lage gegen die Ange­klag­ten ver­öffent­licht.

In dn letzten Wochen sind einige lesenwerte Analysen und Einschätzungen zur Nicht-Aufarbeitung des NSU-Komplexes:

Der NSU-Skandal - Geschichte einer verhinderten Aufklärung Peter Novak
Der NSU-Prozess: Wahrheitsfindung mit angezogener Handbremse Interview mit RAin Antonia von der Behrens in Cilip
Staatsräson versus Auf­klärung: Der 2. Bundes­tags-Unter­suc­hungs­aus­schuss zum NSU von Heike Kleffner in Cilip
Das lange Ende: Zwischenstand im NSU-Prozess AIB
Bundesanwaltschaft und Gericht ver­wei­gern Auf­klä­rung des NSU-Netz­werks in Keupkurier
Der Fall Temme. Von ungehörten Schüssen, un­sicht­bar Ster­ben­den bis zur un­glaub­lic­hen Plau­sibi­lität von Wolf Wetzel

Regelmäßige Infos zum NSU(-prozess) gibt es bei NSU Watch, Nebenklage NSU-Prozess und den NSU-Blog

Rechte Brexit-Kampagne und linke Argumente gegen die EU

Es gibt viele gute Gründe, die EU zu hassen: Die Ab­schot­tung der Gren­zen durch Frontex, die neo­libe­rale Aus­rich­tung und ihre Aus­teri­täts­poli­tik, ihr wenig demo­krati­scher Auf­bau, die in den EU-Ver­trä­gen fest­ge­leg­te Außen- und Mili­tär­politik...

Jetzt kein Brexit ...

Doch die Brexit-Kampagne war im wesent­lic­hen eine natio­nalis­tische. Unter der Herr­schafft der Torries könnte der Brexit auch zu einem Revi­val des markt­radi­kalen That­che­ris­mus füh­ren. Der linke EU-Geg­ner Paul Mason er­klär­te des­halb, es sei der fal­sche Zeit­punkt für einen Aus­tritt aus der EU und warb für ein vor­läu­fi­ges remain. WOZ, TAZ

... oder Lexit

Ein Teil der Linken in Großbritannien hat dage­gen für einen Lin­ken EU-Aus­tritt (Lexit) gewor­ben. Die dazu ge­hö­ren­de KP Bri­tan­niens be­zeich­net den Brexit nun als Schwe­ren Schlag für die Kapi­talis­ten­klasse

Die Linke war in der Brexit-Debatte nicht präsent Telepolis 
Brexit: Ist das ein Oxi? Luxemburg
Der Brexit und die britische Linke Le Monde Diplomatique (9.6.2016)

Die Rechten zum Brexit

NPD und AfD jubeln über die Volks­ab­stim­mung in Groß­bri­tan­nien. Doch wäh­rend Höcke und von Storch sich vor Freu­de kaum hal­ten kön­nen und einen Dexit an­stre­ben, bleibt Gau­land ab­war­tend und Frauke Petry will ein Europa der Vater­län­der. Wäh­rend der natio­nal­libe­rale Flügel die EU zur Wirt­schaft­szone redu­zie­ren möch­te, will der völ­ki­sche Flügel die EU ganz ab­schaf­fen. Spiegel, FR, Endstation Rechts

Netz gegen Nazis hat Stim­men aus NPD und AfD zum Brexit gesammelt.
Nach dem Brexit ist die AfD kom­plett ratlos meint Die Welt
Der Tages­spiegel analy­siert Reak­tio­nen von FN, AfD, FPÖ und Co.
Frankreich nach dem Ja zum Brexit: Blick nach rechts Telepolis
It's racism, stupid jungle world
Brexit und Patriotischer Frühling Andreas Kemper

Brexit - Die Pest gewann gegen die Cholera Max Brym

Café Waldluft  

Dokumentarfilm von Matthias Koß­mehl über Flücht­linge und Ein­heimi­sche in Berch­tes­gaden. Mit dem Vor­film Welcome to Bava­ria und Film­ge­spräch mit dem Regis­seur Mat­thias Koß­mehl sowie Nar­gess Eskan­dari Grün­berg und Bernd Mesovic von PRO ASYL
Am 30. August um 19:30 Uhr im Naxos-Kino
Filmseite, epd-Film, SWR (Audio)

Lautstark gegen Rechts 

Elektronischer Wider­stand am 2. Sep­tem­ber ab 23:00 Uhr im Tanz­haus West @laut­stark

AfD Frankfurt

AfA Ffm hat die Doku­menta­tion AfD Frankfurt - Ein Über­blick (pdf) bei linksunten  veröffentlicht.

À la vie 

Spielfilm (OmU) über drei Freundinnen, die Auschwitz überlebt haben.
Am 4. September um 18:00 Uhr im Filmmuseum
Einlass ab 17:00 Uhr mit Umtrunk, Musik, Reden und Empfang
Eröffnungsveranstaltung des Jüdischen Filmfest vom 4. - 11. September
Erstes Jüdisches Filmfest Jüdische Allgemeine

Angriff auf Roma-Camp in Marseille

Am 16. August wurde ein Roma-Camp in Mar­seille mit Schwer­tern, Molo­tovs und Schrot­muni­tion ange­grif­fen. Sieben Roma wur­den verletzt. Drei mut­maß­liche Täter wur­den ver­haftet. dROMa

Im Feindbild vereint

Zur Relevanz des Antisemitismus in der Querfront-Zeitschrift Compact. Buchvorstellung mit Kevin Culina und Jonas Fedders
Am 7. September um 19:00 Uhr im KoZ Antifa - Kritik und Klassenkampf

Projet Shelter eröffnet Café

@Project Shelter hat ein Café in der Ber­ger Straße 307 er­öff­net. Es ist Di, Mi und Sa ab 15:00 Uhr offen.
Café International FR

Für Bildung und Bleiberecht

Am 13. August haben zeit­weise bis zu 500 Men­schen für ein um­fas­sen­des Recht auf Bil­dung, Ge­sund­heits­ver­sor­gung und freie Wahl des Auf­ent­halt­sor­tes demon­striert. Ein großer Teil der Demon­stran­tIn­nen waren Flücht­linge. Aufruf, FNP
Flüchtlinge fordern Perspektive FR

Entschädigung = Demütigung

Die tschechischen Opfer des Porajmos sollen nun mit 2.500 € ent­schä­digt wer­den. Das Aus­wär­tige Amt hat wie­der ein­mal er­folg­reich auf Zeit ge­spielt, so dass nur noch max­imal 15 von einst 600 Über­le­ben­den in den Genuß die­ser Ein­mal­zah­lung kom­men. Tagesschau
Ein preisgünstiger Völker­mord TAZ
Ein Betrag, der eigent­lich lächer­lich ist dROMa

Roma aus Pfarrheim geräumt

Am 8. August wurden Roma-Flücht­linge von der Po­li­zei aus dem Pfarr­heim St. Emme­ram in Re­gens­burg ge­räumt. Dort­hin waren sie nach Be­set­zung des Doms auf Drän­gen des Bis­tums ge­gangen. @nodeportatation, SZ, BR
Was hat das Bistum für die Ge­flüch­te­ten aus dem Dom getan? Alle bleiben!

Am 5. Juli hatten mehr als 40 Roma-Flücht­linge  den Regens­bur­ger Dom be­setzt, um gegen ihre dro­hende Ab­schie­bung in sic­here Bal­kan­staa­ten pro­tes­tie­ren. Wenn wir in die in die Staa­ten gehen, deren Adler un­sere Papie­re ziert, dann er­war­ten uns Ver­fol­gung, Ras­sis­mus, Aus­schluss schreiben die Flüchtlinge in ihrer Ers­ten Stel­lung­nahme. BR
Wenn wir abgeschoben werden, sind wir tot SZ
Was sollen wir machen? Regens­burg Digital

Der Papst kam nicht bis St. Emmeram Bayrischer Flüchtlingsrat