Anti-Islam-Konferenz stoppen!
Antifa-Konferenz - Demo - Blockade

Die rassistische „Bürgerbewegung pro Köln“ will vom 19. bis zum 21.September 2008 eine „Anti-Islamisierungs-Konferenz“ durchführen. Neben VertreterInnen der neuen und alten Nazis aus halb Europa werden Konservative und Rechtspopulisten bei der Konferenz teilnehmen, die den Islam(ismus) zum Vorwand für ihre rassistische Hetze benutzen. Dagegen formiert sich Widerstand:

Antifa-Konferenz vom 5.-7. September in Köln unter dem Motto "Feel the difference!" Themen sind Rechtspopulismus, Islamismus und Islamkritik. Aufruf und Programm, Interview mit zwei OrganisatorInnen auf Indymedia

Zur Antifa-Demo unter dem Motto "Fight the Game! Rassismus, Islamismus, Nationalismus und Kapitalismus bekämpfen!" ruft das ... ums Ganze! Bündnis auf. Am 19. September um 19:00 Uhr am Bahnhofvorplatz in Köln.

Zur Blockade des Rassistenkongresses vom 19.-21. September in Köln ruft ein breites Bündnis unter dem etwas sehr zackigen Motto AUFGESTANDEN! HINGESETZT! BLOCKIERT! auf. Weitere Aufrufe gibt es vom AK Antifa Köln, der Interventionistischen Linken und dem ... ums Ganze! Bündnis

Tickets für den Bus nach Köln können unter infoladen-frankfurt@gmx.de angemeldet werden.

Eine Infoveranstaltung findet am 8. September um 19:30 Uhr im Cafe ExZess statt. Veranstaltungen

Litauen verfolgt jüdische Partisanen

In Litauen wird gegen ehemalige jüdische Partisanen ermittelt, die während und direkt nach dem Zweiten Weltkrieg Litauer getötet haben sollen. Zu den Betroffenen gehören Yitzhak Arad, Rachel Margolis und Fania Brantsovsky. Besonders empörend ist das Vorgehen der litauischen Behörden, da seit der litauischen Unabhängigkeit kein einziger der zahlreichen Kollaborateure verurteilt wurde. Die litauischen Behörden frönen einer klassischen Opfer/Täter-Umkehrung. junge welt, Haaretz

Dagegen fordert eine von mehreren Historikerinnen initiierte Unterschriftensammlung die Einstellung der Ermittlungen gegen ehemalige jüdische Partisanen in Litauen.

Auch das Simon Wiesenthal Center hat dazu aufgerufen, die Verfolgung jüdischer Partisanen zu beenden.

Update: Offener Brief von Tobijas Jafetas (Union of Former Ghetto and Concentration Camp Prisoners) und Dr. Simonas Alperavicius (Lithuanian Jewish Community)

Sonderzüge in den Tod

Vom 26. August bis 14. September zeigt die Deutsche Bahn ihre Ausstellung zur Deportation von Kindern und Jugendlichen im Hauptbahnhof, 1. Stock, Aufgang Höhe Gleis 17/18. Fritz Bauer Institut
Die Ausstellung war erst nach zahlreichen Aktionen der Initiative 11.000 Kinder und einer Intervention von Verkehrsminister Tiefensee zustande gekommen. Auch in Frankfurt hatte es mehrere Aktionen gegen die verweigerte Erinnerung der Bahn gegeben.

Kritikpunkte an der Ausstellung sind, dass sie die Täter und deren Nachkriegskarrieren außen vor läßt und auf vielen Bahnhöfen in Nebenräumen versteckt wurde. Zeit, Spiegel

Bereits am 8. November 2007 war in Frankfurt der "Zug der Erinnerung" gestartet.

Prozess gegen Antifaschistin vertagt

Der Prozess gegen eine Antifaschistin wg. der Demonstrationen gegen die NPD-Demonstration am 7.7.2007 ist am 14. August nach kurzer Verhandlungsdauer vertagt worden. Der Richter wollte das Verfahren einstellen, da er den Aufwand der Beweisaufnahme in keinerlei Verhältnis zum zu erwartenden Ausgang des Verfahrens sah. Die Einstellung scheiterte an der Uneinsichtigkeit des Staatsanwalts und dass die angeklagte Antifaschistin sich weigerte, ihm durch ein Schuldeingeständnis und die Leistung von Arbeitsstunden "eine Brücke zu bauen". Der Prozess wird nun mit der Ladung des Einsatzleiters bei der Kesselung von DemonstrantInnen am Bahnhof Rödelheim fortgesetzt und könnte noch spannend werden.

Nachdem die Angeklagte eine Erklärung verlesen hatte, sang ein Teil der Anwesenden (etwas holprig) das Einheitsfrontlied.

Heß-Gedenken fiel aus

Das öffentliche Gedenken der Nazis an Rudolf Heß ist am 16. August 2008 weitgehend ausgefallen. Die Demonstration in Wunsiedel und die Ersatzveranstaltung in einem Gasthof in Warmensteinach waren verboten. An den Anti-Nazi-Demos nahmen in Warmensteinach 2.000 und in Wunsiedel bis zu 400 Menschen teil. Frankenpost, SZ, BR

Mehrere Demonstrationsversuche der Nazis wurden von der Polizei verhindert (u.a. in Mannheim). Die wenigen stattgefundenen Ersatzdemos hatten wenige TeilnehmerInnen und zahlreiche verhaftete Nazis zur Folge. weiter

Prozess wegen Anti-Nazi- Aktionen am 7. Juli 2007

Am 3. September wird um 14.10 Uhr im Amtsgericht Frankfurt, Gebäude E 1.Stock, Raum 4 gegen eine 7.7.2007 auf der Emser Brücke verhaftete Antifaschistin prozessiert.

Jüdische Filmtage

Die jüdischen Filmtage finden im Filmmuseum vom 24. August bis 6. September statt.

ZUSAMMENGESETZT

Über Politikverständnis, Internationalismus, Israel und Palästina diskutieren das Cafe Antisistema und die autonome Antifa (F) am 3. September um 20.00 Uhr im Cafe Exzess. Ankündigung

Steinbach erhält Bundesverdienstkreuz

Die Revanchistin Erika Steinbach, Vorsitzende des "Bundes der Vertriebenen" soll nun das Bundesverdienstkreuz bekommen. Wahrscheinlich soll sie im Gegenzug auf einen Sitz im Beirat des "Zentrums gegen Vertreibung" verzichten. Ad-Hoc-News

Ob der Bund der Vertriebenen dafür weniger polenfeindliche Mitglieder in den Beirat entsenden kann und wird, darf bezweifelt werden.
Weitere Infos zum BdV und Erika Steinbach

NPD-Vize verurteilt

Mario Matthes, stellvertretender Vorsitzender der NPD Hessen, ist am 11. August vom AG Mainz wegen schwerer Körperverletzung zu 11 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Matthes hatte im Januar diesen Jahres einen antifaschistischen Studenten der Uni Mainz zusammengeschlagen und schwer verletzt. SZ, NPD-Blog, HR

Der ehemalige NPD-Vorsitzende Marcel Wöll war am 25. Juni wegen Leugnung des Holocaust zu vier Monaten Knast verurteilt worden.

Der Wöll-Spezi und Kamerad Matthes' Kevin Schnippkoweit sitzt seit dem 21. Juli wegen des Überfalls auf ein Linkes Jugendcamp in U-Haft.

Ehem. JUZ Bockenheim besetzt

Das ehemalige JUZ Bockenheim in der Varrentrappstraße 38 wurde am 3. August besetzt. Die Initiative “Faites votre jeu!” will aus dem sieben Jahre leer stehenden Haus ein Kunst- und Kulturzentrum machen.

Das zuständige Stadtschulamt verhält sich widersprüchlich. Es hat Strafanzeige gegen die BesetzerInnen gestellt, aber zugleich Verhandlungen für eine Übergangsnutzung in Aussicht gestellt

Günter Sare war Vorstandsmitglied im alten JUZ Bockenheim. Er war bei einer Kundgebung gegen die NPD im Gallus von einem Wasserwerfer getötet worden.

Moscheebau in Hausen

Das Planungsamt der Stadt Frankfurt hat am 21. Juli 2008 die Hazrat Fatima Moschee in Hausen genehmigt. Der Magistrat hat zu Recht erklärt, diese Entscheidung sei selbstverständlich gewesen. Zugleich haben Mitglieder des Magistrats die Mosche-Gemeinde aufgefordert, sich der Nachbarschaft gegenüber zu öffnen. Angesichts dessen, dass die Gemeinde in bewundernswerter Weise offen war und auch mit den härtesten Moschee-GegnerInnen das Gespräch gesucht, ein ungebetener und unverschämter Ratschlag. mehr