Am 19. März findet in Wetzlar eine Anti-Nazi-Demonstration wegen des Brandanschlags auf das Haus des Nazi-Gegners Joachim Schäfer statt. Treffpunkt ist um 17:00 Uhr in der Bahnhofstraße. Die Demonstration wird von einem breiten Bündnis getragen, zu dem Oberbürgermeister Dette (FDP) und VertreterInnen von SPD, Grünen, Kirchen und Gewerkschaften gehören. Aufruf+Plakat
In Wetzlar wurde in der Nacht auf den 5. März ein Brandanschlag auf das Haus Joachim Schäfers verübt. Schäfer ist in Wetzlar ein bekannter Anti-Nazi-Aktivist und u.a. verantwortlich für das Jugendnetzwerk Wetzlar. AntifaschistInnen aus Wetzlar vermuten daher einen Nazi-Anschlag. Im Haus befanden sich Schäfers Frau und seine Kinder. Zum Glück entdeckten Nachbarn den Brand, den die BewohnerInnen dann selbst löschen konnten.
Vor einem Antifa-Konzert fand wegen des Brandanschlags in Wetzlar eine Spontandemo
mit 120 TeilnehmerInnen statt. Antifa R4, Indymedia,WNZ (jpg, 759 kb)
Knapp 200 Menschen demonstrierten am 8. März in Frankfurt gegen die Diktatur in Iran. Im Mittelpunkt der Kritik standen die Unterdrückung und Ermordung von Frauen und Homosexuellen im Iran. In den Rebeiträgen wurde davor gewarnt, auf eine militärische Lösung durch die USA/NATO zu setzen. Stattdessen solle die Opposition im Iran unterstützt werden. In einem Redebeitrag wurde die Fortdauer des Patriarchats in Deutschland und die Diskriminierung von Frauen im Beruf thematisiert. Indy, Aufruf, Antifa Teheran
Etwa 120 Menschen demonstrierten am 27. Februar nach einem Aufruf der Antifa KO gegen die rassistische Politik im Landkreis OF und gegen die "AG Wohlfahrt". Anlass war die Ablösung des bisherigen Landrats Peter Walter, der sich mit der "AG Wohlfahrt" als Scharfmacher gegen "Asylbetrüger" profilieren wollte. Der neue Landrat Oliver Quilling sollte gleich zu seinem Amtsantritt persönlich mit der antirassistischen Kritik konfrontiert werden.
Quilling küdigte unter Buhrufen an, die "AG Wohlfahrt" aufzulösen, "Asylmißbrauch" aber weiter konsequent verfolgen. Mit anderen Worten, er will die Arbeit der "AG Wohlfahrt" unter einem neuen Namen und mit weniger Öffentlichkeit fortsetzen. Indymedia, FNP, FR
In Offenbach haben nach Angaben der Veranstalter 250 Menschen gegen den von der NPD geplanten "Hessenkongress" demonstriert. Als Referent war u.a der Holocaust-Leugner Bernhard Schaub angekündigt. FR, PE der OrganisatorInnen, HR
Der "Hessenkongress" fand allerdings in Büdingen statt. FR2
Nach Schätzungen der Antifa-BI Wetterau nahmen rund 100 Nazis an dem "Hessenkongress" im Landgasthof Schroth in Büdingen-Orleshausen teil. Aufgrund der kurzfristigen Mobilisierung und der parallelen Proteste gegen die AG Wohlfahrt fanden sich nur wenige AntifaschistInnen vor Ort ein.
Kurze Einschätzung der ANK
Die Deutsche Bahn will in Polen in den Personenverkehr einsteigen und dort auf wichtigen Strecken eigene Züge einsetzen. Telepolis
Polnische Opferverbände haben dies zum Anlaß genommen, Entschädigungszahlen für Deportatierten zu fordern. Die oft bitter armen Opfer können zum Teil nicht einmal ihre medizinische Versorgung bezahlen. Die noch lebenden Bahndeportierten in Polen erwarten nun zumindest eine humanitäre Geste der Bahn. Tagesschau, NPD-Blog, Zug der Erinnerung
Klage gegen ungarische Staatsbahn MAV in den USA
93 Opfer der Deportationen aus Ungarn haben die Staatsbahn MAV verklagt. Sie fordern 1,24 Milliarden Dollar (knapp 900 Mio €). Das Bezirksgericht Illinois hat die Sammelklage als formal berechtigt zur Verhandlung zugelassen. Pester Lloyd
Seminar des um's ganze Bündnisses am 13. und 14. März im Klapperfeld
Ankündigungstext und Programm
Vortrag von Prof. Dr. Francis Nicosia
Am 15. März um 19.00 Uhr im IG Farben-Haus, EG, Raum 411 Fritz Bauer Institut
Film von Yaron Shani und Scandar Copti, Deutschland / Israel 2009, 120 Min. (OmU, Sprachen Arabisch und Hebräisch)
Vom 11. bis 17. März um 19:00 Uhr
und vom 18. bis 24. März um 20:00 Uhr im mal seh'n, Filmseite, SZ, Zeit, FR
Vor 125 Jahren ging die "Kongo-Konferenz" in Berlin am 26. Februar 1885 zu Ende. Auf der Konferenz teilten die Kolonialstaaten Afrika unter sich auf. Die Konferenz sollte gegensätzliche Interessen der imperialistischen Staaten lösen. Der Anteil der von europäischen Ländern beherrschten Teile Afrikas wuchs in den folgenden 25 Jahren von 10% auf 90%. Die neu gezogenen Grenzen zeschnitten die bisherigen Lebens- und Wirtschaftsräume. Neben den europäischen Kolonialmächten nahmen auch die USA und das Osmanische Reich an der Konferenz teil.
125 Jahre Berliner Afrika.Konferenz
Künstliche Grenze, natürliches Afrika? (Helmut Bley, Freiburg-Postkolonial)
Telepolis, WikiPedia, DW
Veranstaltung im Vorfeld zur angekündigten Demonstration der hessischen NPD und „Jungen Nationaldemokraten“ am 8. Mai gegen das geplante US-Hauptquartier in Wiesbaden. Am 22. März um 20:00 Uhr im Cafe Klatsch. Veranstaltungen
Etwa 30 Menschen haben am 19. Februar vor dem französichen Konsulat für offene Grenzen demonstriert. Sie protestierten gegen die brutale Repression gegenüber MigrantInnen und ihren UnterestützerInnen in der französischen Hafenstadt Calais. Indymedia
Etwa 12.000 Menschen haben am 13. Februar in Dresden Anreisewege (Straßen und Gleise) und Demoroute der Nazis blockiert. Die Nazis konnten daher ihre Demonstration vom Neustädter Bahnhof nicht durchführen. Dies ist ein großer Erfolg für die antifaschistische Bewegung.
Ganzer Artikel mit Kriminalisierung, Hintergrundinfos und zahlreichen Links zu Berichten und Einschätzungen