UNICEF zur Abschiebung junger Roma

Fast die Hälfte der 12.000 von Abschiebung ins Kosovo bedrohten Roma sind Kinder und Jugend­liche. Etwa 2/3 von ihnen sind in Deutschland geboren und sprechen weder Albanisch noch Serbisch. 3/4 der bereits abge­schobenen Jugendlichen konnte im Kosovo nicht weiter auf eine Schule gehen.

Die soziale und gesell­schaftliche Lage der Roma ist von rassistischer Ausgrenzung und Armut geprägt. Sie sind die ärmste Bevölkerungs­gruppe im ärmsten Land Südost­europas. 37% der Roma im Kosovo leben von weniger als einem Euro pro Tag und können sich damit nicht einmal genug zu Essen kaufen.

Kinder ohne Chance Ankündigung und Zusammen­fassung der UNICEF-Studie zur Lage der Roma-Kinder aus dem Kosovo

Integration unter Vorbehalt Zur Situation von Kindern kosovarischer Roma, Ashkali und Ägypter in Deutschland und nach ihrer Rückführung in den Kosovo (pdf, 431 KB, 112 Seiten)

Weitere Informationen zur Lage der Roma in Deutschland und im ehemaligen Jugoslawien gibt es bei der Roma-Menschenrechts­organisation Chachipe und beim roma-kosovoinfo

Nazis auf der Frankfurter Fanmeile / WM-Nationalismus

Mehrere Nazis haben beim Public Viewing im Wald­stadion un­gehindert den "Hitlergruß" gezeigt. Bilder und Bericht gibt's beim Störungs­melder, der inzwischen sogar vom Public Nazi Viewing spricht. Eine unvollständige Liste rassistischer und nationa­listischer Vorfälle hat die Zeitschrift Konkret zusammengestellt.

Über den Zusammenhang von zwischen Fußball-Nationalismus und Rassismus sowie gegen den Anti-"Extremismus"-Comic des Verfassungs­schutz NRW haben die GenossInnen der Antifa G5 aus Marburg den Comic Mandy gemacht.

In Nur Fußball? (pdf, 734 KB) begründet die GewAntifa, "warum der deutsche Nationalismus nicht zu unterschätzen ist".

Immer noch aktuell sind die Argumente gegen das Deutschland­lied von Benjamin Ortmeyer, die zur letzten WM 2006 von der GEW erneut heraus­gegeben worden waren.

Auf Telepolis beschreibt Rüdiger Suchsland Die Hooligan­isierung der Gesellschaft und den "ver­schlumpf­ten Patrio­tismus" in "Schland"

BKA-Überwachung von Libertad! war illegal

Der Bundes­gerichtshof hat die Überwachung von drei Aktiven von Libertad für illegal erklärt, weil "zum jeweiligen Zeit­punkt ihrer Anordnung und Durchführung ein ausreichender Tatverdacht... nicht bestand." Die Genossen wurden verdächtigt, Mitglieder der Militanten Gruppe (mg) zu sein. Grundlage war, dass sich Libertad gegen Kriegs­einsätze und für politische Gefangene einsetzt sowie ein linguistisches Gutachten. Die Über­wachung wurde auch fortgesetzt, als den Ermittlern klar wurde, dass die Libertad-Leute nichts mit der mg zu tun haben.

Justiz setzt BKA-Überwachung auf Verdacht Grenzen Telepolis
Tag und Nacht woll'n sie bei dir sein. Das Urteil des Bundes­gerichtshof zur Rechts­widrigkeit einer Überwachung und seine (fehlenden) Auswirkungen. (Telepolis)

Wo kommst du her?

Den rassistischen Kern dieser Frage, die MigrantInnen und dunkel­häutige Deutsche oft von wild­fremden Menschen entgegen­schlägt, legen Les Indivisibles in Konnichi-was?! und Edu­tainment Attacke! in Wo kommst du her? auf witzige Weise offen.

Der Feind im „Welt­anschau­ungs­krieg" hinter Stacheldraht.

Fotografien aus „Russenlagern" in Deutschland 1941/42.
Vortrag und Diskussion mit Dr. Jörg Osterloh
Am 1. August um 18:00 Uhr im Historischen Museum

Einstellung im mg-Verfahren

Das Verfahren gegen Andrej Holm wurde eingestellt. Ihm wurde ebenso wie drei weiteren Beschul­digten die Mitglied­schaft in der militanten gruppe (mg) vorgeworfen. Die Revision der drei anderen Ange­klagten steht noch aus. Antifa Freiburg

Frauen-Antifa-Bar

Am 9. August um 20.00 Uhr im Klapperfeld (auch für Männer)
Film­abend mit einem französischen Ani­mations­film der als Autofiktion die Kindheit der Autorin im Iran in der Zeit der islamischen Revolution beschreibt. Anschließende Diskussion.

Täter unbekannt

Amnesty International hat die mangelnde Aufklärung von Miß­handlungen durch die Polizei beklagt. Täter unbekannt ist nach Anzeigen gegen PolizistInnen oft das Ermitt­lungs­ergebnis. Auch die Tode von Oury Jalloh und Adem Özdamar werden in dem Bericht behandelt.

Naziladen in OF-Biber ist dicht!

Der Naziladen „Wayward“ in Offenbach-Biber hat zu gemacht. "Mit der Schließung des „Wayward“ die wichtigste Anlauf­stelle für den Erwerb von Nazi-Kleidung in Offenbach weg gefallen und das ist zunächst ein kleiner Grund zur Freude" meinen die autonomen antifaschist_innen offenbach/m.