(ältere) Antifa-Nachrichten im engeren Sinn

Polizei setzt Nazi-Demo in Wiesbaden durch

Bis zu 2.000 Menschen haben am 8. Mai gegen die Demonstration von 150 Nazis protestiert. Das Ziel, die Demo der Nazis zu verhindern, konnte gegen mindesetens 1.000 Polizisten nicht durchgesetzt werden.
Infos und Berichte: Wiesbadener Bündnis gegen Rechts, ANK, FR, HR, 7 Filme des Jugendnetzwerk Friedberg

Die Demo der NPD-Jugend fand am 8. Mai - zum Jahrestag der Niederlage Nazi-Deutschlands - statt. Die Nazis wollten damit gegen die Verlegung des US-Hauptquartiers von Heidelberg nach Wiesbaden demonstrieren. Die US-Streitkräfte in Deutschland sehen die Jungnazis als "Besatzer", gegen die sie "Widerstand" leisten wollen.

Mit rechtem Antiimperialismus heraus zum 8. Mai Interview mit Manuela Schon vom Wiesbadener „Bündnis gegen Rechts“ im NPD-Blogg

Vorabenddemo gegen Geschichtsrevisionismus
Der Aufruf der Antifa Wiesbaden Gegen die Verklärung der deutschen Geschichte - wer nicht feiert hat verloren! thematisiert auch den bürgerlichen Geschichtsrevisionismus.
Bedingungslose Kapitulation statt Befreiung! Aufruf der antifa[ko]

Cafe Klatsch von Nazis angegriffen!

In der Nacht vom 6. zum 7. Mai wurden beim Café Klatsch in Wiesbaden zwei Scheiben eingeworfen. Die Pflastersteine waren mit Nazi-Aufklebern "verziert". Ein Zusammenhang mit der Nazi-Demo am 8. Mai in Wiesbaden liegt nahe. FR

1. Mai: Teilerfolge gegen Nazi-Demos

Zehntausende haben gegen Nazis-Demos in 7 Städten demonstriert. Blockaden führten an den meisten Orten dazu, dass die Nazis ihre Demos stark verkürzen mußten. Netz-gegen-Nazis, NPD-Blog, Tagesschau, BNR, Recherche Nord

Berlin: Blockaden mit bis zu 10.000 TeilnehmerInnen führten dazu, dass die 700 Nazis nur wenige hundert Meter weit kamen. Zuvor hatten ca. 250 Nazis auf dem Ku'damm demonstriert und waren anschließend von der Polizei festgenommen worden. 1. Mai nazifrei, Telepolis, TAZ, Störungsmelder, BNR2

Schweinfurt: Nach berichten der Mainpost haben 10.000 Menschen gegen die Nazi-Demo in Schweinfurt demonstriert. Die meisten allerdings weit ab von den Nazis. Etwa 200 AntifaschistInnen sollen zumindest zeitweise festgenommen worden sein. BR Berichte gibt es in den nächsten Tagen bei Antifa-Bündnis und Maifeuer

Die Antifa-Jugend Ffm und die antifa[ko] hatten aufgerufen, die Nazi-Demo am 1. Mai in Schweinfurt zu verhindern.

Wahlen in Ungarn

Die in der Tradition der Pfeilkreuzler stehende Nazi-Partei Jobbik hat bei den Parlamentswahlen am 11. April fast 17% der Stimmen bekommen. Die "nationalkonservative" und rassistische Fidesz hat mit knapp 53% der Stimmen gute Aussichten, im zweiten Wahlgang eine 2/3-Mehrheit zu erringen.
Rechte gewinnt Wahl in Ungarn SZ
Gegen "Zigeuner", Juden und ausländisches Kapital Tagesschau über Jobbik
Arteigene Magyaren LOTTA im Gespräch mit Magdalena Marsovszky
Weitere Infos gibt es bei Antifa-Hungary, einen großen Pressespiegel gibt es bei EuroRex

Dresden-Nachlese

Die Nachbereitung der Blockade der Nazi-Demo am 13. Februar geht weiter. In der Swing sind zwei Reiseberichte erschienen. Swing 1, Swing2

In der jungle world kritisiert Lena Frierichs in "Dresden war ganz und gar nicht nazifrei", die Antifa hätte lediglich der Stadt geholfen ihren "Sieg über den Extremismus" zu feiern. Dagegen hebt Jana Meiser hervor, dass es gelungen sei den Nazi-Aufmarsch zu verhindern und Dresden nazifrei als Akteur zu etablieren.

Im AK analysiert Maike Zimmermann die Blockaden in Nazis jagen, Nazis schlagen - Antifaschistische Strategien zwischen Volksfront und Inglorious Basterds. Sie warnt davor die guten Ansätze bei der Blockade in Dresden zu verallgemeinern und Massenblockaden nun zum Allheilmittel zu erklären.

AG Wohlfahrt aufgelöst

Bereits am zweiten Tag und als erste Amtshandlung in seiner Position als neuer Offenbacher Landrat, gab Oliver Quilling (CDU) der Presse bekannt, dass er die AG Wohlfahrt abschaffen werde. Die antifa [ko] feiert daher den Erfolg ihrer Kampagne gegen die AG Wohlfahrt in einem Auswertungspapier.

Am 27. Februar hatten 120 Menschen den Amtsantritt Quillings kritisch begleitet und das Ende der rassistischen Politik des Landkreises gefordert.

Demo wegen Brandanschlag in Wetzlar

Nach Angaben der Veranstalter haben am 19. März in Wetzlar 1.000 Menschen an einer Anti-Nazi-Demonstration teilgenommen. FR und Gießener Allgemeine berichteten von 400 TeilnehmerInnen. Sie solidarisierten sich mit dem Nazi-Gegner Joachim Schäfer, auf dessen Haus am 5. März ein Brandanschlag stattgefunden hat. Fronttransparent des Schweigemarsches unter dem Motto "Bunt statt braun" war "Wetzlar - Hände weg von unserer Stadt".Hessenschau, HR, Aufruf+Plakat

Schäfer ist in Wetzlar ein bekannter Anti-Nazi-Aktivist und u.a. verantwortlich für das Jugendnetzwerk Wetzlar. AntifaschistInnen aus Wetzlar vermuten daher einen Nazi-Anschlag. Im Haus befanden sich Schäfers Frau und seine Kinder. Zum Glück entdeckten Nachbarn den Brand, den die BewohnerInnen dann selbst löschen konnten.

Vor einem Antifa-Konzert fand wegen des Brandanschlags in Wetzlar eine Spontandemo mit 120 TeilnehmerInnen statt. Antifa R4, Indymedia,WNZ (jpg, 759 kb), Gießener Zeitung

Demos gegen Nazis und Rassismus

Am 27. Februar demonstrierten in Stadt und Landkreis Offenbach mehr als 350 Menschen gegen Nazis und Rassismus.
Etwa 120 Menschen demonstrierten am 27. Februar nach einem Aufruf der antifa [ko] gegen die rassistische Politik im Landkreis OF und gegen die "AG Wohlfahrt".
In Offenbach versammelten sich nach Angaben der Veranstalter 250 Menschen gegen den von der NPD geplanten "Hessenkongress". Dieser fanf allerdings in Büdingen-Orleshausen statt.
Ganzer Artikel zu den Demos mit zahlreichen Links.

Dresden: Nazis kamen nicht durch!

Etwa 12.000 Menschen haben am 13. Februar in Dresden Anreisewege (Straßen und Gleise) und Demoroute der Nazis blockiert. Die Nazis konnten daher ihre Demonstration vom Neustädter Bahnhof nicht durchführen. Dies ist ein großer Erfolg für die antifaschistische Bewegung.

Ganzer Artikel mit Kriminalisierung, Hintergrundinfos und zahlreichen Links zu Berichten und Einschätzungen

Farbbeutel auf AK 44

Das alternative Wohn- und Kulturzentrum AK 44 in Gießen wurde am 27. Dezember mit Farbbeuteln angegriffen. Die GenossInnen vermuten, dass die Angriffe von Neonazis aus der Umgebung verübt wurden.

800 Nazis bei Rieger-Gedenken in Wunsiedel

Etwa 800 Nazis haben sich am 14. November beim Gedenkmarsch für den Nationalsozialisten Jürgen Rieger beteiligt. Angesichts der Bedeutung des Ortes als Heß-Grabstätte und der Bedeutung Reigers für die rechte Szene gilt die Beteiligung als bescheiden. NPD-Blog, BNR Dokumentation auf Indymedia

1800 demonstrierten zum 20. Todestag von Conny Weßmann

1.800 Menschen demonstrierten am 14. November in Göttingen unter dem Motto "Kein Vergeben, Kein vergessen! - Kein Frieden mit dem Polizei- und Überwachungsstaat". Die Polizei machte trotz des Anlasses Vorkontrollen und enge Seitenspaliere und wollte die Demonstration wegen Vermummung eines Teils der TeilnehmerInnen zunächst nicht loslaufen lassen. Ganzer Artikel mit Links

NPD-Demo in Friedberg stark behindert

500-800 Nazi-GegnerInnen blockierten am 7. November die Route der NPD-Demo in Friedberg. Bis zu 2000 weitere Menschen protestierten gegen die Nazi-Demonstration. Mehrere Räumungsversuche der Polizei scheiterten, obwohl die Polizei von Anfang an ruppig gegen die BlockiererInnen vorging.

Nachdem die etwa 90 Nazis mehr als drei Stunden gewartet hatten, geleitete die Polizei sie auf einer alternativen Route zum Bahnhof. weiter

Wieder Nazi-Angriff in der Schwalm

In der Nacht auf den 31. Oktober haben Nazis von den "Freien Kräften Schwalm-Eder" Kirmesbesucher in Borken angegriffen. HR, FR Zur selben "Kameradschaft" gehörte auch der wegen des Angriffs auf ein Zeltlager der Linksjugend verurteilte Kevin Schnippkoweit

Rieger ist tot

Der Nationalsozialist und NPD-Vize Jürgen Rieger ist am 29. Oktober 2009 gestorben. Ganzer Artikel

Naziangriff im Schwalm-Eder-Kreis

Am 27. September 2009 haben Neonazis im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis Linke angegriffen. 8 Nazis schlugen und traten in Schwalmstadt-Treysa den Wirt und zwei Gäste einer linken Kneipe. HNA, FR, npd-blog

Nazis + Christliche Rechte bei den Wahlen

Die rechten Parteien haben bei der Bundestagswahl 2009 am 27. September leichte Verluste erlitten und blieben damit relativ bedeutungslos. Die NPD kam trotz gesunkener Wahlbeteiligung auf 1,5 % der abgegebenen Stimmern (-0,1%), die DVU errreichte 0,1 %, die REPs bekamen 0,4% (-0,1%). Ganzer Artikel

Antinationale Kampagne gegen Deutschland

Die autonome antifa[f] und der AK Antifa Cologne haben anläßlich des 20. Jahrestages der deutschen Vereinigung unter dem Titel Gegen Deutschland helfen keine Gedichte! den Unterschied zwischen antinationaler und antideutscher Kritik an Staat, Nation und Kapital betont.

Auch wenn Gedichte nicht helfen: Deutschland wir weben dein Leichentuch!

Antifa Bell geschlossen

Die Antifa Bell hat ihre Arbeit eingestellt. Die Gründe findet ihr hier.

Anschlag auf KTS Freiburg

Nach Angaben der Autonomen Antifa Freiburg gab es in der Nacht zum 9. September einen Brandanschlag auf das autonome Zentrum KTS. Die Freiburger GenossInnen vermuten, dass sich Nazis für die zahlreichen Schlappen in der Region rächen wollten. Zuletzt war der Leiter des JN-Stützpunktes Thomas Baumann wegen der Vorbereitung eines Anschlags festgenommen worden.
Filmbeitrag auf Mona Lisa

Tausende gegen Nazi-Demo in Dortmund

550 bis 700 Nazis demonstrierten am 5. September am "Nationalen Antikriegstag". Damit kamen deutlich weniger Nazis nach Dortmund als letztes Jahr. Die Stimmung auf der Kundgebung (ohne Demo) soll entsprechend schlecht gewesen sein.

Mehrere tausend Menschen demonstrierten in zwei Demonstrationen des s5-Bündnisses und Dortmund stellt sich quer gegen die Nazis. Ganzer Artikel + Links

"Nationaler Aktionstag" = eine Stunde Infostand

Die NPD hat ihren "nationalen Aktionstag" am 5. September in Gelnhausen nach einer Stunde beendet. Interessierte Jugendliche erwiesen sich, nachdem sie die NPD-Werbung am Infostand eingesammelt hatten, als NazigegnerInnen, die die NS-Propaganda sachgerecht entsorgten. Eine nationale Diskussionsveranstaltung und ein Kameradschaftsabend waren nach der Kündigung der Zehntscheune bereits im Vorfeld abgesagt worden.

Rock-gegen-Rechts statt Nationaler Aktionstag in Gelnhausen (Swing 160)
HR, FNP, FR, FAZ

Vorfeldberichte: FR, Gelnhauser Tageblatt, HR

Schnippkoweit soll drei Jahre in den Knast

Kevin Schnippkoweit ist am 2. September 2009 vom AG Schwalmstadt zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Er wurde verurteilt für den Angriff auf 3 Nazi-GegnerInnen vor dem Jugendclub in Todenhausen. Die Strafe umfasst auch Schnippkoweits Verurteilung für den Überfall auf ein Zeltlager der Linksjugend am 20. Juli 2008, bei dem ein 13jähriges Mädchen schwer verletzt woren war. NPD-Blog, Spiegel, FR

Heßmobs wurden Nazisflops

Etwa 200 AntifaschistInen haben am 17. August die von den Nazis angekündigte Blitz-Aktion zum Gedenken an den NS-Verbrecher Rudolf Heß verhindert. Auch bundesweit fielen die meisten Flashmobs ins Wasser.
ANK, HR, redok, Tagesspiegel

Nazidemos in Friedberg und Nidda verhindert

Die NPD ist am 1. August 2009 mit ihren Demonstrationen in Friedberg und Nidda gescheitert. Etwa 150 Nazis wollten unter dem rassistischen Motto "Deutsche wehrt Euch - Gegen Islamisierung und Überfremdung" auftreten.

1.500 bis 2.000 GegendemonstrantInnen haben die NPD-Demo in Friedberg verhindert. Die Polizei entschloss sich die Blockade der Demoroute durch 500 Menschen an der Ecke Hanauer/ Karlsbader Straße nach dreifacher Aufforderung nicht zu räumen. Eine Ausweichroute hat die NPD nach Angaben der Polizei abgelehnt.
Zum ganzen Artikel

Milde Strafen für Prügel- Nazis

11 Nazis hatten im Juni 2008 3 Nazi-GegnerInnen vor dem Jugendclub in Todenhausen angegriffen und schwer verletzt. Gegen vier Beteiligte fällte das AG Schwalmstadt am 1. Juli 2009 sehr milde Urteile Ganzer Artikel

Nazis und andere Rechte bei den Europa- und Kommunalwahlen

REPs und DVU konnten ihre Ziele bei den Europawahlen am 7. Juni 2009 nicht erreichen und mußten erhebliche Stimmverluste einheimsen. Die christliche Rechte stagnierte auf niedrigem Niveau und die bundesweit uneinheitlichen, in Frankfurt aber stramm rechten Freien Wähler blieben ebenfalls unter ihren überspannten Erwartungen. Zum ganzen Artikel

Nazi-Demo in Mainz gestoppt

Tausende DemonstrantInnen haben am 1. Mai die Nazi-Demo der "Initiative Südwest" in Mainz verhindert. Nazi-GegnerInnen besetzten den Auftaktkundgebungsplatz und blockierten die Demoroute. Größere und kleinere Antifa-Gruppen waren zusätzlich in den Seitenstraßen unterwegs. Die Polizei wirkte unterbesetzt und wenig entschlossen, den etwa 150 Nazis die Straße gegen ein breites Bündnis freizuprügeln. Ganzer Bericht mit vielen Links

"Konservativ-Subversive Aktion" gescheitert

am 27. April machte die ANK im Club Voltaire eine Veranstaltung zur "Konservativen Revolution" und zur Verstrickung von Hans Apel (SPD) ins "rechtsnationale Milieu". Der Versuch einiger junger Anhänger der neuen Rechten, diese Veranstaltung zu stören, ist bereits im Ansatz gescheitert. Frankfurter Info

NPD-Parteitag

Auf dem Bundesparteitag der NPD hat sich Udo Voigt trotz Finanzskandals und drohendem finanziellen Ruin der Partei mit über 68% der Stimmen gegen Udo Pastörs (33%) durchgesetzt. Der Holocaustleugner und Anmelder der Rudolf-Hess-Demos Jürgen Rieger wurde einer von Voigts Stellvertrettern. Ganzer Artikel

Weiterer Prozess gegen Kevin Schnippkoweit

Kevin Schnippkoweit und 10 seiner kackbraunen Kameraden der "Freien Kräfte Schwalm-Eder" werden vor dem AG Schwalmstadt wegen gefährlicher Körperverletzung und Raub angeklagt. Sie sollen im Juni 2008 3 Nazi-GegnerInnen vor dem Jugendclub in Todenhausen aufgelauert haben. Die Opfer wurden mit Steinen beworfen, geschlagen und ausgeraubt. redok, FR, HNA

Kevin Schnippkoweit war im Januar diesen Jahres wegen eines Überfalls auf ein Zeltlager der Linksjugend zu 27 Monaten Haft verurteilt worden.

20 Nazis in Darmstadt

Etwa 20 Nazis liefen am 15. März mit "Hitlergruß" durch die Darmstädter Innenstadt. 13 von ihnen wurden nach Angaben der Polizei festgenommen. Die kleine Spontan-Demo nimmt die Antifa Darmstadt in ihrer Presseerklärung zum Anlaß, über die Nazi-Strukturen in der Region und die seit einem dreiviertel Jahr aktive "Kameradschaft Darmstadt" zu informieren.

Ein Jahr Bündnis gegen Rechts Wiesbaden

Das Wiesbadener Bündniss gegen Rechts hat zu seinem einjährigen bestehen eine Broschüre (pdf-Datei, 1,1 MB) veröffentlicht. Darin gibt es eine erste Bilanz der 12-Monatigen Arbeit und Infos über die Nazi-Szene in Wiesbaden und Umland.

Dresden-Nachlese

Am 14. Februar marschierten ca. 6.500 Nazis völlig unbehelligt durch Dresden. Von der Polizei bestens geschützt konnten sie Parolen wie "Die USA sind unser Unglück" verbreiten. Trotz der mit ca. 4.000 TeilnehmerInnen gut besuchten Antifa-Demo des "No pasaran!"-Bündnisses und der 6.500 bis 8.000 Menschen beim Geh-Denken konnte nicht einmal eine zeitweise Blockade der Nazi-Demo erreicht werden.

Falls die Stadt nächstes Jahr ihre Politik ändert, kann antifaschistisches Engagement auch in Dresden erfolgreich sein

erklärte die Sprecherin des "No pasaran!"-Bündnisses in einer ersten Auswertung. Besser kann die eigene Hilflosigkeit angesichts der polizeilichen Übermacht bei vielen antifaschistischen Aktionen kaum noch auf den Punkt gebracht werden. Eine kritische Diskussion der Gegen-Aktionen ist daher dringend nötig. Ebenso muss diskutiert werden, wie die politischen Voraussetzunge für erfolgreiche Blockaden wie am 20. September 2008 in Köln und am 8. Mai 2005 in Berlin geschaffen werden können.

Das Desaster von Dresden (junge welt)
Im Zerrspiegel der Presse, oder: heißt die Antwort wirklich Dresden? Ein Kommentar bei Radio F.R.E.I. (audio-Datei, 6:40 Minuten)
Rückblick auf den größten Neonazi-Aufmarsch seit 1945 - Interview mit "Venceremos" bei Radio Corax (9:06 Minuten)
Missbrauch oder Konsequenz des Dresden-Gedenkens? Trotz großer Gegenaktivitäten konnten die Rechten in Dresden marschieren von Peter Novak
Ausführlicher Pressespiegel (Geh-Denken)

Die ALB hält den Protest und insbesondere die 3.500 bis 4.000 Menschen große Antifa-Demo für einen Erfolg. Obwohl die Nazi-Demo nicht gestört werden konnte, gelte es darauf aufzubauen und im nächsten Jahr noch breiter zu mobilieren. jungle1

Die "Leipziger Antifa" (Lea) hingegen hält das Bündnis mit den "Bürgerlichen" für einen Mißerfolg. Das schielen auf Breite habe außerdem eine kritische Auseinandersetzung mit dem bürgerlichen Dresden-Mythos verhindert. jungle2

Dresden 2010 calling! Ausführliche Auswertung der ALB

NPD stagniert, REPs verlieren

Bei den Landtagswahlen am 18. Januar 2009 in Hessen hat die NPD bei leichten absoluten Stimmenverlusten erneut 0,9% der Stimmen erhalten. Damit scheiterte die NPD erneut an der finanziell wichtigen 1%-Hürde. Die REPs fielen von 1% auf 0,6%. Beide rechtsradikale Parteien hatten deutlich weniger Wahlkampf gemacht, als im letzten Jahr. Vorläufiges Endergebnis

Über die rechtsradikale Strategie-Debatte nach der Wahl berichtet der npd-Blog

Eine erste Analyse über das Abschneiden der NPD in Rüsselsheim, Raunheim und Flörsheim

Antifa heißt ...

Seit 2007 tauschen sich im Antifaschistischen Infoblatt verschiedene Gruppen über den Stand und die Zukunft antifaschistischer Politik aus. Hier sind die Debattenbeiträge von TOP Berlin, Leipziger Antifagruppe, ALI (Gö) und der ALB nachzulesen.

Kevin Schnippkoweit zu 27 Monaten Haft wegen Zeltlager-Überfall verurteilt

Das LG Kassel hat den Nazi Kevin Schnippkoweit am 12. Januar 2009 zu 2 Jahren und 3 Monaten Haft wegen schwerer Körperverletzung verurteilt. Schnippkoweit hatte bei dem Nazi-Überfall auf ein Zeltlager der Linksjugend [´solid] am 20. Juli ein 13jähriges Mädchen schwer verletzt. NPD-Blog, FR, HNA, FR2

Das folgte mit seinem Urteil dem Antrag der Staatsanwaltschaft . NPD-Blog, FR, HNA

Der Prozess gegen Kevin Schnippkoweit wegen versuchten Mordes hatte am 17. Dezember vor dem LG Kassel begonnen. Schnippkoweit hat die Tat gestanden. Er behauptet, angetrunken gewesen zu sein und dass es ihm leid tue. HR-Film, FR, nh24, Zum ganzen Artikel

Antifaschistische Nachrichten aus den Jahren 2001/2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007 und 2008 haben wir auf andere Seiten verlegt, da die Webseite "(ältere) Antifa-Nachrichten" zu groß geworden war und Modem- und ISDN-NutzerInnen keine überlangen Wartezeiten haben sollten.

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